Morgens um 6 Uhr ging es los, wir trafen uns alle pünktlich vor dem Eingang der Quetzaltrekkers. Leider hat uns aber niemand die Türe geöffnet. Nach ca. 10 Minuten poltern hats dann aber doch noch geklappt. Wir waren zu siebt, ein Paar aus Belgien/Niederlande, eines aus Amerika, eine Deutsche/Norwegerin und wir, zusammen mit 2 Volunteer.
Nachdem wir unsere Rucksäcke, das Zelt oder etwas zu Essen und je 8 Liter Wasser gefasst haben, durften wir noch ein reichhaltiges Frühstück im Hostal zu uns nehmen. Danach ging es im Marschschritt in Richtung Bushaltestelle. Wir haben ja schon einiges gesehen, aber diese „Bushaltestelle“ übertraf so einiges. Chaotisches Leben, diverse Gerüche, Lebensmittel und alle Gegenstände welche man braucht oder eben auch nicht!
Nach ca. 20 Minuten in einem weiteren Chicken-Bus (ehemaliger amerikanischer Schulbus) ging es im Nirgendwo los. Leider war der Weg gesandet, somit fiel das Gehen schwerer und die Schuhe waren nach kürzester Zeit voller Sand. Der Vorteil war, wir konnten im Schatten der Bäume gehen. Total hatten wir ca. 6 Stunden und ca. 16 km vor uns. Unsere „Reiseleiterin“ hat ein sehr schnelles Tempo vorgelegt. Wenn man einen kleinen Stopp gemacht hat um z. B. etwas Wasser zu trinken war man verloren und konnte die Gruppe erst beim nächsten Halt wieder einholen. Bevor wir den Schutz der Bäume verliessen, mussten jeder von uns noch Holz sammeln und am Rucksack befestigen damit wir später ein Lagerfeuer machen konnten.
Vor dem letzten richtigen Anstieg, über freies Gelände am Fusse des Vulkans, gab es nochmals einen Stopp. Danach hiess es, jeder für sich über das Lavagestein raufkrackseln.

Oben angekommen wurden wir mit einer herrlichen Aussicht belohnt! Als wir alle angekommen waren, ging es nochmals ein kleines Stück rauf zum Krater des noch aktiven Vulkans. Wegen dem starken Rauch konnte man jedoch kein Lava sehen, aber das brutzeln konnte man dafür sehr gut hören. Das war auch der Grund, weshalb wir eine 2-Tagestour machten und demnach an einer flachen Stelle etwas weiter unten unsere Zelte aufgeschlagen hatten.
Nach dem einfachen aber feinen Nachtessen warteten wir, bis es dunkel war. Der Ami hatte noch eine kleine Flasche „siidefiine“ Rum den Krater hochgetragen, welche er gerne mit der ganzen Runde teilteJ Danach ging es mit Taschenlampen und Fotoapparate bewaffnet im Dunkeln ein zweites Mal auf den Krater rauf. Nun konnte man das glühende Lava sehen! Am Kraterrand liegend versuchten wir das perfekte Foto zu schiessen. Wegen den starken Dämpfen durften wir jedoch nur ca. 10 Min. dort verweilen. Danach ging es schon wieder runter in das Lager. Es hat sich jedoch auf alle Fälle gelohnt, dieses für uns bis anhin einmalige Ereignis erleben zu dürfen!
Am nächsten Morgen war um 4.45 Uhr Tagwache. Wieder im Dunkeln ging es nochmals auf den Krater rauf und wir durften den Sonnenaufgang mit dem brodelndem Vulkan im Hintergrund geniessen.


Nach dem Abbau der Zelte und dem Frühstück ging es dann einen anderen Weg wieder runter. Unten angekommen hielten die Herren Ausschau für ein Bier, welches sie hier leider nicht auftreiben konnten. Jedoch zurück in Leon gingen wir noch zusammen in einem lokalen „Restaurant“ Mittagessen wobei die Herren im Laden nebenan noch Bier gekauft hatten…
Da das Ami-Päärchen mit ihrem Hostal nicht zufrieden waren, kamen sie in das gleiche wie wir. Nach einer Dusche und ein wenig Erholung gingen wir zusammen auf die „Piste“, wobei wir das andere Päärchen von Trek auch getroffen haben. Somit verbrachten wir einen sehr lustigen Abend zu sechst.
Da die Tour doch ziemlich anstrengend war, beschlossen wir am nächsten Tag einen Ruhetag einzulegen. Roman hat sich in einem Hinterhofsalon wieder Mal die Haare schneiden lassen. Am Abend fand im Pub nebenan noch ein Quiz, organisiert von Quetzaltrekkers statt,bei welchem Roman sein Bestes gab.
Weiter ging es dann mit einem Bus in Honduras zur nächsten grösseren Stadt im Südwesten des Landes. Dort stiegen wir in einen weiteren Chickenbus welcher uns dann zur Grenze nach El Salvador brachte (Total Aufenthalt in Honduras ca. 3,5 Std.). Dieser Grenzübergang, wiedermal mit dem Rucksack über eine Brücke gehend, verlief problemlos. Den Weg zum Busstopp haben wir, obwohl es bereits dunkel war, auch noch geschafft. Dort haben uns Jungs aus dem Bus „Gringos!“ (Amis!) nachgerufen, woraufhin Roman antworte „No Gringos, Cheles!“ (keine Amis sondern Weisse!) ganz zur Unterhaltung der älteren Passagiere. Als wir im Bus sassen kam ein kleines 6-jähriges Mädchen zu uns und hat uns zuerst einfach nur angestarrt, wie Roman ist, hat er ihr die Angst mit freundlichen Worten und einem Lächeln genommen und sie begann mit uns zu plaudern. Bald darauf kamen dann auch die anderen Kinder zu uns und haben uns gemustert. Wie sich herausstellte hatte ein Mädchen an diesem Tag Geburtstag. Jedoch gab es für sie weder Geschenke, noch etwas spezielles zu Essen zu Hause oder sonst was. Wiederum ganz Roman hat er kurzerhand eine Tafel Schweizer Schokolade und einen Stift ausgepackt und ihr übereicht. Die Freude des Mädchens und das funkeln in ihren Augen war unbeschreiblich! Bald darauf stiegen die Kinder und ihre Mütter aus dem Bus aus und wir kamen kurze Zeit später an unserem Zielort an und bezogen unser bisher vornehmstes Hotel (weil es halt direkt neben der Bushaltestelle war und es in diesem Ort nicht empfehlenswert war, um diese Zeit noch etwas zu suchen).


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