Mittwoch, 26. Dezember 2012

El Salvador, 20.11. – 25.11.12

Als wir in San Miguel aufgestanden sind und Roman Sandwiches als Frühstück geholt hatte, nahmen wir auch schon den erstbesten Bus in die Hauptstadt San Salvador. Auch hier fingen uns auf dem „Busbahnhof“ (ein Kiesplatz in einem Hinterhof) sehr viele aufdringliche Taxifahrer ab. Langsam haben wir uns ja schon daran gewöhnt und zogen unser übliches Ritual durch (zuerst in aller Gemütlichkeit eine Zigarette rauchen)…
Das Hotel befand sich in einem „relativ“ sicheren Quartier, es uns wurde jedoch trotzdem empfohlen, nach Einbruch der Dämmerung, egal woher, ein Taxi zu nehmen. Also schlenderten wir etwas in der Umgebung umher und fanden ein gemütliches Lokal (Cafe la „T“ = ja, man kanns auch als Kaffee-Latte aussprechen) mit einem kleinen Innenhof-Garten und wieder Mal gratis WIFI (gibt’s in ganz Lateinamerika praktisch überall). Somit konnten wir Fotos sortieren, Blogg schreiben (was uns ja sehr viel Spass bereitet, euch ja hoffentlich auch..), Mails beantworten etc. Die Zeit verging wie im Flug und schon war es Dunkel. Somit ging es in ein Taxi und zurück ins Hotel. Der nächste Tag verlief etwa gleich, rumlaufen, Cafe la T, Internet, zurück laufen…
Am darauffolgenden Tag fuhren wir mit dem Taxi zur grossen Bushaltestelle und hatten somit doch noch einen kleinen Eindruck von der Stadt erhalten. Da wir nun doch schon einiges in Zentralamerika gesehen haben und leider auch mit der Zeit etwas knapp ist, müssen wir halt wirklich einiges auslassen und da kommen und Städte oft gelegen.
Weiter ging’s nach Santa Ana. Dies ist eine kleine Stadt im Nordwesten mit „lediglich“ ca. 250‘000 Einwohnern… Hier fanden wir ein super Hostel Casa Verde mit dem Besitzer namens Carlos. Es war sehr sauber, tw. frisch renoviert, richtiger Kaffee gratis und einen neuen Teil welchen er zur Zeit am umbauen war. Carlos führte uns voller Stolz umher und zeigte uns alles. Nach einer kurzen Tour durch die Stadt, etwas zu Essen und trinken gingen wir auch bereits wieder zurück ins Hostel.





Eigentlich wollten wir tagsdarauf weiter in Richtung Copan Ruinen in Honduras, aber weil uns Carlos gesagt hat, dass es Sonntag, also einen Tag später, eine direkten Bus gibt, blieben wir noch einen Tag hier. Somit hatten wir Zeit, die nahegelegene Maya-Ruine Tazumal zu besichtigen. Wir machten uns auf den Weg zur lokalen Bushaltestelle… Dies war ein Abenteuer! Chaos pur, Farben, Gerüche, Busse, Verkäufer, Hunde, Gemüse, Küchen usw. Herrlich! Nach einigem hin und her fanden wir dann den richtigen Bus. Im Chicken-Bus durften wir mal stehen, als einzige Touris fielen wir auch fast nicht auf. Als „unsere“ Haltestelle nahe der Ruine näher kam, meldeten sich viele Einheimische zu Wort und teilten uns mit, dass wir hier aussteigen sollen. Ein Herr der Werktags in der Ruine arbeitet begleitete uns sogar noch ein Stück, damit wir uns auch sicher nicht verlaufen. So hilfbereit sind sie, die Leute hier.
Bis anhin haben wir in Lateinamerika mit den Menschen sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie sind stets fröhlich und helfen gerne wo sie können OHNE eine Gegenleistung zu erwarten! Wir sind sehr positiv überrascht und schätzen diese Offenheit und Herzlichkeit der lokalen Bevölkerung sehr!
Roman würde jetzt vermutlich mehr über die Ruine und ihre Geschichte erzählen. Ich kann einfach sagen, sie war nett, überschaubar und ein guter Einstieg für meine Maya-Ruinen-Besichtigungstouren die noch folgen werden.






Abends kamen noch einige Freunde von Carlos im Hostel vorbei. Diese hatten keine Kontakthemmungen und schlossen uns bald in ihre Runde mit ein. Roman konnte seinen etwas anderen Wortschatz zum Besten geben und ihm wurden noch einige „nützliche“ Männerwörter beigebracht. Ich im Gegenzug durfte mich an einer Wand zu Ehren von Carlos Spitznamen verewigen. Es war ein super lustiger Abend!


Sowohl Carlos als auch die anderen Herren haben uns gesagt, dass der Bus welcher uns um 7.30 Uhr morgens abholen sollte mind. 1 Std. Verspätung haben wird. Immer noch ganz nach dem Schweizer Motto der Pünktlichkeit waren wir aber zeitig bereit. Nach einigen gratis Kaffees und ca. 1 Std. zu spät, kam uns dann die Gesellschaft abholen. Mit dem Kleinbus und einer holländischen Reisenden an Bord machten wir uns auf den Weg in Richtung Grenze nach Guatemala. Dort durften wir für die Ausreise ca. 1 Std. anstehen, wiederum als einzige „weisse“ Touristen. Wir wurden zwar gemustert und beobachtet, mit einem Lächeln und einem „Hola“ kamen wir dann aber wiederum ein wenig mit den Lokalen in Kontakt. Nach ca. 1,5 Std. in Guatemala kamen wir bereits zum nächsten Grenzübergang nach Honduras. Bei der Einreise hat Roman dem Grenzwächter gesagt, dass wir eigentlich nur für die Ruinen in das Land einreisen wollten. Somit hat er unser Einreiseformular verrissen und uns einen speziellen Copan-Ruinen-Stempel in den Pass gemacht. Somit wird unsere Passport-Stempel-Sammlung immer mehr durch spezielle Symbole ergänzt!

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