Samstag, 1. Dezember 2012

Panama, 31.10. - 6.11.12

Beim Landeanflug auf Panama konnten wir zum ersten Mal die modernen Hochhäuser der Hauptstadt bewundern und bei der Fahrt vom Flughafen in die Stadt stellten wir fest, dass wir hier definitiv in einer westlich (amerikanisch) geprägten Stadt gelandet waren.
Unser Hostel lag im alten Stadtteil, welcher an der Bucht vis-a-vis vom Neubaubezirk liegt, so dass wir von hier einen wunderbaren Ausblick auf die Skyline hatten. Den ersten Abend nutzten wir zum einwenig in der Altstadt herumzuschlendern. Auffällig hier ist der Unterschied zwischen renovierten und völlig verlotterten Gebäuden im Kolonialstil. Bei einigen Gebäuden steht sogar nur noch die Fassade. Aber der Wiederaufbau ist doch vielerorts im Gange. Am nächsten Tag buchten wir die Touri-Sightseeingtour (mit dem vielerorts bekannten Sightseeing-Hop-On-Hop-Off-Bus), sahen dadurch doch einiges dieser Stadt und wurden mit interessanten Infos versorgt.

Hier scheint auch der Entsorgungsort für die amerikanischen Schulbusse zu sein. Laut röhrend dröhnen hier diese Ungetüme durch die Strassen als öffentliches Verkehrsmittel. Viele von ihnen sind getuned, bunt bemalt und zugeklebt mit religiösen Motiven und Texten.

Nach einigen Zwischenstops und einem weiteren Hardrock-Cafe-Besuch war dieser Tag dann auch sehr bald zu Ende.


Am dritten Tag machten wir uns auf den Weg zum weltbekannten Panamakanal. Bei den Schleusen von Miraflores erwartete uns ein grosses Besucherzentrum mit Museum und Aussichsterrasse. Wahnsinnig was hier geleistet wurde um den Pazifik mit dem Atlantik zu verbinden und welche Anstrengungen gerade aktuell unternommen werden, um den Kanal für noch grössere Schiffe passierbar zu machen! Schliesslich durften wir noch einigen dieser Ozeanriesen dabei zuschauen, wie sie die Schleusen überwunden.
Beindruckend wie diese tausende Tonnen von Stahl in geübter Präzision hindurchmanövriert werden, gezogen von kleinen Loks welche daneben fast wie Spielzeuge aussehen. Dies ist übrigens auch der einzige Ort weltweit wo die Schiffskapitäne die Kontrolle über ihre heilige Brücke an die professionellen Lotsen übergeben.

Als nächste Station in Panama entschieden wir uns für die Inselgruppe im Nordwesten und anstatt einer 10h-Busfahrt für einen kurzen, günstigen Flug. Leider klappte dies nicht mehr wie gewünscht am 3.11. Stattdessen durften wir an diesem Tag den grossen, farbigen und lauten Nationalfeiertags-Umzug miterleben. Die Garde des Präsidenten glänzte gar mit einem beindruckenden Motorradkuststück.





Der Flug klappte jedoch am nächsten Tag um 10 Uhr vom kleinen Provinzflughafen aus. Wir freuten uns auf einen kurzen 45 min Flug. Nach dem Start flogen wir zu unserem Erstaunen aber erst den International Airport (10 min entfernt) an um einige weitere Passagiere aufzuladen, bevors dann in Richtung Insel ging. Beim Landeanflug auf die Inseln teilte der Kapitän uns jedoch mit, dass dieser Flughafen wegen Schlechtwetter geschlossen sei und so flogen wir weiter an die Küste und landeten in einem weiteren Kleinflughafen. Wir waren die einzige Maschine auf Platz. Schon vom Flieger aus sahen wir, dass auch hier ein Umzug stattfand und so sassen wir 2 h vor dem Flughafengebäude und schauten dem Umzug zu, bevors dann wieder für knapp 10 min in die Luft ging (wir flogen keine 500 m hoch).
Nach gut 5 h Reisezeit (anstelle der vorher erwähnten 45 min) kamen wir dann endlich in Bocas del Toro an. Am Abend gings seit langem mal wieder in den Ausgang. Aber wir sind es nicht mehr gewöhnt, uns die Nächte um die Ohren zu schlagen und so gingen wir gegen Mitternacht bereits schon wieder zurück ins Hostel...

Am nächsten Tag genossen wir mal einen Tag nichtstun, bzw. erledigten administrative Pendenzen auf der Terrasse unserer Unterkunft.





Am 6. November stand dann wieder reisen auf dem Programm. Mit dem Speedboot gings an die Küste und weiter mit einem (Privat-)Collectivo an die Grenze. Nach kurzen Migrationsformularitäten in heruntergekommenen Baraggen, durften wir dann über eine alte Eisenbahnbrücke nach Costa Rica einreisen.              

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