Zum ersten Mal auf unserer Reise war unsere Unterkunft ein Hochhaus-Hotel und wir wurden im 15. Stock einquartiert. Den Abend, es war ja Silvester, hatte ich mir einfacher vorgestellt. Judith hatte eine Vorreservierung eines Neujahrs-Paketes vorgeschlagen, aber ich hielt es für unnötig. Was leider zur Folge hatte, dass wir fast 2 Stunden lang durch Waikiki irrten, auf der Suche nach einem Restaurant.(Sorry Judith!) Als wir dann schlussendlich doch noch einen Tisch fanden, war unsere Feierlaune bereits ziemlich angeschlagen.
Anstelle einer grossen Silvesterparty begaben wir uns später noch an den Strand und genossen das Feuerwerk mit einer Flasche Prosecco. Eigentlich ein Gesetzesverstoss, da in den Staaten der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ja verboten ist, aber keiner hielt sich hier daran. Schon zuvor im Lokal lernten wir die Hawaiianischen Gesetze kennen, als ich ein Bier zum Apero und Wein zum Essen bestellte. Erst als ich das Bier beendet hatte, wurde mir das Weinglas gebracht. In Hawaii darf pro Person nur ein alkoholisches Getränk auf dem Tisch stehen. Das Land der unbegrenzt regulierten Möglichkeiten!
Die nächsten Tage verbrachten wir vorwiegend in Waikiki. Das Wetter (und eine etwas langer Abend) brachte mich für 2 Tage ins Bett. Danach gings zwischendurch mal wieder in die Touristen-Einkaufsstrassen oder auf eine Stadtrundfahrt. Sehr auffällig in den Strassen ist der hohe Anteil von Asiaten, insbesondere Japaner. Sehr viele öffentliche Informationen sind in Zeichenschrift angeschrieben, wir tippten auf japanisch.
Weiter gings zur Missouri, das letzte übrig gebliebene Schlachtschiff dieser Klasse. Das riesige Schiff wurde zu einem Museum umgebaut und der Zugang zu fast allen Abteilungen war möglich. Auch dieses Ungetüm hat eine spannende und sehr bewegte Vergangenheit hinter sich. So ist an der Deckkante beispielsweise eine Delle im Stahl erkennbar, die ein japanischer Kamikazepilot am Tag vom Angriff auf Pearl Harbor hinterlassen hat. Zum Glück für die umstehende Besatzung explodierte der Flieger damals nicht. Der verletzte japanische Pilot war der einzige Gefangene den die Amerikaner damals anscheinend machten. Ebenfalls beindruckend ist die Kampf-Kommandobrücke, welche von einer ca.50cm dicken, massiven Stahlwand umgeben ist. Beinahe unzerstörbar!
Aufgrund starker Winde und aufgewühlter See blieb uns der Besuch am USS Arizona-Memorial leider verwehrt. Die Shuttleboote mussten an Land bleiben. Aber auch ohne dieses war der Tag ein Erlebniss und eine weiterbildenede Reise in die Vergangenheit.
Der letzte Tag war von letzten Einkaufstouren geprägt. Einige Souvenirs von Hawaii mussten schon sein.
Gegen Abend vom 7.1.13 bestiegen wir den Flieger und es ging auf den nächsten Streckenabschnitt in Richtung Neuseeland.





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