Montag, 22. April 2013

Mexico, Merida bis Puerto Escondido, 09.12. – 15.12.12 (Judith)

Als wir mit dem Bus in Merida angekommen sind haben sich unsere Wege nun getrennt. Ich fuhr mit dem Taxi in die Innenstadt, wo sich direkt am Zocalo mein Hostel befand. Ein altes majestätisches Gebäude mit hohen Räumen, die Küche und der Aufenthaltsbereich offen genau wie das Frauenschlafzimmer. Dort eingenistet begab ich mich in die Innenstadt. Da Sonntag war befanden sich viele vor allem Einheimische auf dem Platz und den abgesperrten Strassen. Dort fand auch eine Art Theater statt wo sie eine traditionelle Hochzeit nachspielten, voller Farben und  Musik. Ich ging dann die Innenstadt ein wenig erkunden. Als ich zurück an den Hauptplatz kam, tanzen die Einheimischen zu traditioneller Live-Musik.



Dort sind sich Roman und ich dann über den Weg gelaufen. Er kam kurz mit rauf in mein Hostel, wo er bemerkt hatte, dass er vor einigen Jahren auch schon dort war. Später lernte ich Hnoi kennen. Sie ist 45 Jahre alt, ursprünglich aus Thailand, arbeitete ca. 8 Jahren in den Staaten und seit 15 Jahren in Mexico. Jetzt sei es Zeit, etwas vom Land zu sehen, weshalb sie sich ein Auto gemietet hat und in Richtung Uxmal fährt. Da dies auch eines meiner Ziele war und wir uns sehr gut verstanden haben bot sie mir an, mitzufahren. Super!
Am nächsten Tag startete mein erstes Reiseabenteuer alleine. Wir sind vom Autoverleih abgeholt worden und konnten das Auto am Flughafen in Empfang nehmen. Da sie perfekt spanisch konnte und einen einheimischen Ausweis hatte, ging das Ganze ziemlich schnell. Unser erstes Ziel war die Hacienda „Sotuta de Peon“, was heute eigentlich ein Museum ist welche sie originalgetreu inkl. Maschinen restauriert haben. Früher wurden dort Produkte aus Agaven hergestellt, vor allem Schnüre für z.B. Rossgespann, Schuhe, Hängevorrichtungen etc. Wir wurden durch die Hacienda geführt, zu den Arbeiterunterkünften und den Maschinen.

















Zuletzt wurden wir mit Ross und Schinenwagon durch die Plantagen geführt und das aufwändige Prozedere mit der Ernte wurde uns näher gebracht. Zuletzt kamen wir zu einem älteren Herrn. Er arbeitete früher auf der Plantage und kannte die Maschinen. Da er diese somit als einer der Einzigen noch kannte, wurde er herbeigezogen um die Hacienda zu renovieren. Nun, mit 83 Jahren, erzählt er den Touristen auf „Quechua“ (die alte einheimische Sprache) was er alles erlebt hat. Unser Junger Guide übersetzte alles ins spanische. Danach durften wir noch Fotos mit ihm zusammen machen, anscheinend erscheint sein Bild öfters als die Hacienda selbst wenn man auf Google-Suche geht. Er ist ja auch sehr sympathisch!



Nach dieser Interessanten Führung fuhren wir in Richtung Uxmal-Ruinen. Dort angekommen haben wir ein Hotel bezogen, welches ganz in der Nähe der Ruinen war. Auf dem Ruinenparkplatz habe ich einen umgebauten Camper mit Schweizer Autonummer gesehen. Kurz darauf auch die Fahrer, mit welchen ich ein wenig über ihre zwei Jahre rund um die Welt gesprochen habe. Um 18.00 Uhr begann dann die Nacht-Licht-Show in den Ruinen. Der Eintritt hat nur 4 Dollar gekostet, dauerte 45 Min war aber leider eine Enttäuschung. Nur unkoordinierte Beleuchtungen der Ruinen und eine Stimme die in sehr schlechter Qualität eine Geschichte erzählt hat, die wenig mit der Ruinen zu tun hatte.

Am nächsten Morgen gingen wir dann früh, nochmals bei Tageslicht, in die Ruinen. Dies war etwas ganz anderes. Sehr imposant! Leider kann ich an dieser Stelle nicht mehr über die Geschichte oder Jahreszahlen oder ähnliches erzählen, dies ist normalerweise Romans „Aufgabe“:)





Hnoi fuhr mich ins nächste Dorf, wo ich per Zufall sofort einen Bus nach Campeche, meine nächste Destination hatte. Somit trennten uns unsere Wege. An der Busstation in Campeche angekommen wurde mir geholfen, den richtigen Bus ins Stadtzentrum zu erwischen. Leider hat mir niemand geholfen die richtige Station zum Aussteigen zu finden, somit habe ich eine 1,5 Stunden Stadtführung bekommen und habe die ganze Busroute mitgemacht. Beim zweiten Anlauf hats dann aber geklappt:) Im Hostel angekommen bezog ich meinen 8er Frauendorm mit Namen „San Roman“. Im Innenhof traf ich dann Juan, ein Spanier. Da wir beide am nächsten Tag nach Palenque fahren wollten, ein weiteres Dorf etwas weiter westlicher in der Nähe von Ruinen, beschlossen wir uns zusammen dort hin zu fahren.
Nach einem kurzen Frühstück  neben einem noch aktivem Töggelitisch nahmen wir ein Taxi zur Busstation, wo wir dann ein Ticket kaufen konnten. Normalerweise war Roman derjenige, der für uns gesprochen hat und ich nicht zum Einsatz meiner Spanischkenntnissen kam, nun sprach Juan… Hier traf ich Tobias (ein Deutscher der eine Weile in Spanien arbeitete) wieder. Ihn haben wir bereits nach den Ruinen in Chichen Itza getroffen. Nach einer ca. 6 Stunden Busfahrt kamen wir dann an. Abends traffe wir dann Tobias wieder. Juan hatte Befürchtungen, dass wir dann nur Deutsch sprechen und er nichts verstehen würde, da er anscheinend kein Englisch kann und Tobis und ich nicht so gut Spanisch. Es stellte sich dann aber heraus, dass es mit dem Spanisch sehr gut ging! Juan war wiederum sehr geduldig und hilfsbereit, Tobias und ich im Gegenzu auch willig spanisch zu sprechen. Hier haben wir dann auch das einheimische Biermischgetränk "Michelada" probiert...



Am nächsten Tag machten wir uns auf in die Ruinen, wo wir kurz nach dem Eingang Roman trafen (da wir am Vorabend kurz „gesmslet“ haben, wussten wir, dass beide die Ruinen besuchen). Roman und ich haben uns kurz ausgetauscht und dann wieder getrennt weiter auf den Weg gemacht. Wiederum wird an dieser Stelle Roman bestimmt mehr über die eindrücklichen Ruinen zu berichten wissen.





Juan und ich nahmen noch am selben Tag um 14 Uhr einen Bus. Unser entferntes Ziel war eigentlich Puerto Escondido, ein Beachdorf, jedoch mussten wir irgendwo zwischen halten. Da ich eher nicht in der kalten Bergstadt San Cristobal stoppen wollte fuhren wir weiter bis nach Tuxla. Dort kamen wir um ca. 21 Uhr an und wollten uns für den Bus am nächsten Morgen früh ein Ticket kaufen. Die Busse fahren jedoch nur nachts, wie wir erfahren haben. Der nächste noch heute um ca. 23 Uhr. Na gut, dann haben wir uns kurz abgesprochen und ein Ticket für diesen Bus gekauft

Dafür sind wir dann am nächsten Morgen bereits im warmen Puerto Escondido angekommen. Dort haben wir uns dann eine günstige Unterkunft gesucht und haben uns zuerst von den ca. 20 Std. Busfahrt erholt. Danach gings ab an den Beach!!!
Wir haben ein gemütliches Lokal am Ende der Beach gefunden mit sehr angenehmen und freundlichen Leuten. Dort habe ich dann am nächsten Tag auch Jeegs kennengelernt. Eine Londonerin die alleine 3 Wochen in Mexico Ferien macht. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. Somit fragte ich sie, ob sie am Abend schon etwas vor habe oder wir etwas zusammen unternehmen möchten. Wie sich herausstellte, waren sie und ich im selben Hotel untergebracht, welches ich in der Zwischenzeit gewechselt habe, weil es Roman und mir besser zusagt. Somit haben wir uns alle 3 am Abend vor dem Hotel getroffen und gingen etwas Essen. Für mich war dies eine Herausforderung: Jeegs spricht (fast) kein Spanisch und Juan (fast) kein Englisch, somit durfte ich übersetzten. Hier habe ich gemerkt, wie grosse Fortschritte ich in den letzten Tagen mit meinem Spanisch gemacht habe. Ich war froh, konnte ich meine Kenntnisse in den letzten Tagen mit Juan etwas anwenden, verfestigen und sogar verbessern!

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